Neues Zentralklinikum am Universitätsklinikum Bonn: anspruchsvolle HLSK-Planung für den 2. Bauabschnitt
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Die Planung des Zentralklinikums wird konkreter
Nach aktuellem Planungsstand sind unter anderem vorgesehen:
- ein Zentral-OP mit 16 OP-Sälen,
- 48 Intensivbetten,
- 130 Betten für die Allgemeinpflege,
- Ambulanzflächen sowie
- Bereiche für CT- und MRT-Diagnostik.
Der Neubau soll das bestehende Operative Zentrum ersetzen und unmittelbar in die vorhandenen Strukturen des Klinikums auf dem Venusberg eingebunden werden. PWR Innovia übernimmt für den zweiten Bauabschnitt die Fachplanung der Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Kältetechnik.
Unterschiedliche medizinische Nutzungen unter einem Dach
Bereits die vorgesehenen Funktionen zeigen die technische Komplexität. OP-Säle, Intensivstationen, Diagnostik, Ambulanzen und Pflegebereiche stellen sehr unterschiedliche Anforderungen an Raumklima, Medienversorgung, Hygiene und Versorgungssicherheit. Diese Anforderungen müssen technisch zusammengeführt werden, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit und den späteren Betrieb aus dem Blick zu verlieren.
Besonders bei zentralen medizinischen Bereichen spielt außerdem die Verfügbarkeit der technischen Anlagen eine wichtige Rolle.
Planung innerhalb bestehender Campusstrukturen
Eine zusätzliche Herausforderung liegt in der Einbindung des Neubaus in einen bestehenden Klinikcampus. Schnittstellen zu vorhandenen Versorgungsstrukturen müssen frühzeitig analysiert und mit der zukünftigen technischen Infrastruktur des Neubaus abgestimmt werden. Dazu gehören nicht nur die eigentlichen Anlagen innerhalb des Gebäudes.
Auch übergeordnete Versorgungsnetze, Energiezentralen, Übergabepunkte und mögliche zukünftige Entwicklungen des Standorts spielen in der Planung eine Rolle.
Viele Fachdisziplinen greifen ineinander
Große Krankenhausprojekte entstehen nicht innerhalb einzelner Planungssilos. Architektur, Tragwerksplanung, Medizintechnik, Bauphysik, Infrastrukturplanung und Technische Gebäudeausrüstung müssen eng miteinander koordiniert werden. Gerade dort, wo medizinisch hochinstallierte Bereiche vorgesehen sind, kommt dieser Abstimmung besondere Bedeutung zu. Technikflächen, Schächte, Installationszonen und Leitungswege müssen rechtzeitig berücksichtigt werden.
Ein Projekt mit langfristiger Bedeutung für den Standort
Für die Gesamtmaßnahme der Kostengruppen 100 bis 700 ist derzeit ein Kostenrahmen von rund 278 Millionen Euro brutto vorgesehen. Damit gehört das Vorhaben zu den großen aktuellen Krankenhausbauprojekten in Deutschland.
Für PWR Innovia ist das Projekt zugleich ein weiteres Beispiel dafür, wie wichtig spezialisierte TGA-Planung bei komplexen Gesundheitsbauten ist. Denn am Ende entscheidet nicht allein die technische Leistungsfähigkeit einzelner Anlagen. Entscheidend ist, dass die vielen Systeme als Gesamtkonzept funktionieren - im späteren medizinischen Alltag ebenso wie in besonderen Betriebs- oder Störungssituationen.