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6. IPAforum 2026: Offener Austausch, neue Perspektiven und ein kritischer Blick auf die Projektpraxis

6. IPAforum 2026: Offener Austausch, neue Perspektiven und ein kritischer Blick auf die Projektpraxis

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Integrierte Projektabwicklung zwischen Anspruch und Praxis

Die Integrierte Projektabwicklung (IPA) verfolgt einen Ansatz, der sich von klassischen Projektstrukturen unterscheidet: Statt einzelne Projektbeteiligte weitgehend unabhängig voneinander arbeiten zu lassen, setzt IPA auf eine frühzeitige Zusammenarbeit, gemeinsame Projektziele und eine partnerschaftliche Verteilung von Chancen und Risiken. Gerade bei komplexen Bauvorhaben mit zahlreichen Schnittstellen kann dieser Ansatz Vorteile bieten. Unterschiedliche Fachdisziplinen werden frühzeitig eingebunden, Entscheidungen gemeinsam vorbereitet und mögliche Konflikte idealerweise erkannt, bevor sie sich auf Kosten, Termine oder Qualität auswirken.

Doch wie gut funktioniert das in der Praxis? Genau diese Frage stand auch beim diesjährigen IPAforum im Mittelpunkt. Neben positiven Erfahrungen wurden Herausforderungen und offene Fragen diskutiert. Dabei ging es nicht nur um theoretische Modelle, sondern vor allem um konkrete Erfahrungen aus realen Projekten.

Vergütung, Selbstkosten und Abrechnung im Fokus

Besonders interessant waren die Diskussionen rund um Vergütungsmodelle, Selbstkosten und Abrechnungsprozesse. Denn partnerschaftliche Zusammenarbeit braucht nicht nur Vertrauen und gemeinsame Ziele, sondern auch transparente und nachvollziehbare wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Wie lassen sich unterschiedliche Interessen der Projektpartner angemessen berücksichtigen? Welche Anforderungen stellen IPA-Modelle an die Dokumentation und Abrechnung? Und wie gelingt eine faire Zusammenarbeit, wenn sich im Projektverlauf Rahmenbedingungen verändern oder unterschiedliche Auffassungen entstehen?

Das IPAforum bot Raum, genau diese Fragen offen und durchaus kritisch zu diskutieren. Nicht auf alles gab es eine eindeutige Antwort. Gerade das machte den Austausch wertvoll.

Was wir für unsere Projektarbeit mitnehmen

Als Fachplaner für Technische Gebäudeausrüstung sind wir bei PWR Innovia regelmäßig an anspruchsvollen Bauprojekten beteiligt. Besonders im Gesundheitswesen, etwa bei Krankenhäusern, Gesundheitsbauten und Laboren, treffen zahlreiche technische Anforderungen, Fachdisziplinen und Projektbeteiligte aufeinander. Hier zeigt sich, wie wichtig eine frühzeitige und abgestimmte Zusammenarbeit ist. Technische Lösungen müssen nicht nur für sich funktionieren, sondern auch im Zusammenspiel mit Architektur, Tragwerksplanung, Bauausführung und späterem Gebäudebetrieb.

Die Grundgedanken der Integrierten Projektabwicklung sind deshalb auch für unsere tägliche Arbeit relevant: gemeinsame Ziele definieren, Wissen frühzeitig zusammenbringen, Entscheidungen transparent gestalten und Herausforderungen miteinander lösen. Dabei geht es nicht darum, jedes Projekt nach demselben Modell abzuwickeln. Entscheidend ist, die passenden Strukturen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu schaffen und aus den Erfahrungen anderer Projekte zu lernen.

Persönlicher Austausch bleibt unverzichtbar

Neben den Fachvorträgen und Diskussionen waren es auch in diesem Jahr die persönlichen Gespräche, die das IPAforum besonders gemacht haben. Bekannte Kontakte wiedersehen, neue Perspektiven kennenlernen und sich abseits des offiziellen Programms über Erfahrungen aus dem Projektalltag austauschen: Gerade diese Gespräche liefern häufig wertvolle Denkanstöße. Und manchmal gehört auch dazu, gemeinsam über die Herausforderungen zu lachen, die wohl jeder aus seinem Projektalltag kennt.

Unser Fazit zum IPAforum 2026

Das IPAforum hat erneut gezeigt, wie wichtig der offene Austausch über die Weiterentwicklung der Bau- und Planungsbranche ist. Gute Zusammenarbeit entsteht nicht allein durch neue Vertragsmodelle oder organisatorische Strukturen. Sie braucht Menschen, die bereit sind, Wissen zu teilen, unterschiedliche Perspektiven zuzulassen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Wir nehmen viele Anregungen und neue Perspektiven aus Düsseldorf mit.

Wir freuen uns auf das nächste IPAforum!