Leistungsbereich 08

KRITIS & Resilienz

Technische Konzepte für einen sicheren und widerstandsfähigen Gebäudebetrieb – insbesondere bei Kliniken und kritischen Infrastrukturen

Einleitung

Technische Infrastruktur, die auch dann funktioniert, wenn es darauf ankommt.

Kliniken und andere kritische Infrastrukturen müssen auch bei Stromausfällen, Versorgungsengpässen, Extremwetter oder technischen Störungen handlungsfähig bleiben. Wir analysieren technische Abhängigkeiten, bewerten Risiken und entwickeln resiliente Versorgungskonzepte für einen möglichst sicheren und stabilen Gebäudebetrieb.

Versorgungssicherheit beginnt mit dem Verständnis technischer Abhängigkeiten.

Je komplexer ein Gebäude, desto stärker greifen seine technischen Systeme ineinander. Stromversorgung, Wärme, Kälte, Wasser, Lüftung, Gebäudeautomation und Kommunikation sind häufig unmittelbar voneinander abhängig. Fällt ein System aus, kann das Auswirkungen auf zahlreiche weitere Bereiche haben. Gerade bei Kliniken und Gesundheitsbauten sind diese Zusammenhänge besonders kritisch. Medizinische Versorgung, OP-Betrieb, Intensivbereiche, Diagnostik und weitere sensible Nutzungen müssen auch unter außergewöhnlichen Bedingungen möglichst lange aufrechterhalten werden.

Wir betrachten deshalb nicht nur einzelne technische Anlagen, sondern das Gesamtsystem. Gemeinsam mit unseren Auftraggebern identifizieren wir kritische Funktionen, analysieren mögliche Ausfallszenarien und entwickeln technische Maßnahmen, mit denen sich Versorgungssicherheit und Resilienz gezielt erhöhen lassen. Dabei geht es nicht darum, jedes denkbare Risiko technisch abzusichern. Entscheidend ist eine belastbare Bewertung: Welche Systeme sind tatsächlich kritisch? Welche Redundanzen sind sinnvoll? Wo bestehen Abhängigkeiten? Und welche Maßnahmen verbessern die Widerstandsfähigkeit technisch und wirtschaftlich am wirkungsvollsten?

Leistungsumfang.

  • Analyse kritischer technischer Systeme Identifikation der Anlagen und Versorgungsstrukturen, die für den sicheren Betrieb des Gebäudes besonders relevant sind.
  • Bewertung von Abhängigkeiten und Ausfallszenarien Untersuchung technischer Schnittstellen und möglicher Kettenreaktionen bei Ausfällen einzelner Systeme.
  • Versorgungssicherheits- und Redundanzkonzepte Entwicklung geeigneter Redundanzen und alternativer Versorgungslösungen für besonders kritische Bereiche.
  • Notstrom- und Ersatzversorgung Bewertung und Planung technischer Konzepte zur Aufrechterhaltung wesentlicher Funktionen bei Störungen der regulären Energieversorgung.
  • Wärme-, Kälte- und Wasserversorgung Analyse und Optimierung der Versorgungssicherheit bei zentralen Medien und technischen Anlagen.
  • Gebäudeautomation und Monitoring Konzepte für Überwachung, Alarmierung und transparente Betriebszustände, damit Störungen frühzeitig erkannt und gezielt bewertet werden können.
  • Resilienz gegenüber Extremereignissen Technische Bewertung möglicher Auswirkungen von Hitze, Starkregen, Hochwasser, Versorgungsengpässen oder länger andauernden Störungen.
  • Technische Maßnahmen- und Priorisierungskonzepte Ableitung sinnvoller Maßnahmen unter Berücksichtigung von Risiko, Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und betrieblicher Relevanz.
  • Bestandsgebäude und laufender Betrieb Bewertung vorhandener technischer Strukturen und Entwicklung von Maßnahmen, die sich möglichst sinnvoll in bestehende Gebäude und Betriebsabläufe integrieren lassen.
Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Bereich KRITIS & Resilienz

Was bedeutet Resilienz bei der Technischen Gebäudeausrüstung?
Resilienz beschreibt die Fähigkeit technischer Systeme, Störungen und Ausfälle möglichst gut zu verkraften, wesentliche Funktionen aufrechtzuerhalten und anschließend schnell wieder in einen stabilen Betrieb zurückzukehren. Dazu gehören unter anderem Redundanzen, alternative Versorgungslösungen, Monitoring und die gezielte Absicherung kritischer technischer Systeme.
Für welche Gebäude sind KRITIS- und Resilienzkonzepte besonders relevant?
Besonders relevant sind sie für Gebäude, bei denen Versorgungssicherheit und Verfügbarkeit eine zentrale Rolle spielen. Dazu zählen insbesondere Kliniken und Gesundheitsbauten, aber auch Labore, Forschungseinrichtungen, Rechenzentren und weitere kritische Infrastrukturen. Gerade bei Krankenhäusern müssen technische Systeme auch bei Störungen möglichst zuverlässig weiter funktionieren.
Welche technischen Bereiche werden bei einer Resilienzanalyse betrachtet?
Abhängig vom Gebäude betrachten wir unter anderem Strom- und Ersatzstromversorgung, Wärme und Kälte, Wasser, Lüftung, Gebäudeautomation sowie Kommunikations- und Steuerungssysteme. Dabei analysieren wir nicht nur einzelne Anlagen, sondern auch deren gegenseitige Abhängigkeiten und mögliche Ausfallszenarien.